1970er

Glamrock, eine Weiterentwicklung der sexuellen Befreiung der späten 60er, ist eine Mischung aus Hardrock und Popmusik. Charakteristisch ist eine futoristische, androgyne Ästhetik.

Parallel war der Hard Rock, ein Vorläufer des späteren Metals, in einer Hochphase. In den frühen 70er Jahren entwickelte sich eine neue Richtung aus einem eher künstlerischen Ansatz, Psychedelic Rock. Aus Elementen klassischer sowie neuer Musik, Jazz und Folk manifestierten sich der Artrock und der Progressive Rock.

Bis Mitte der 70er entwickelte sich das kommerzialisierte Genre „Stadionrock“. Benannt wurde dieses nach den stets gefüllten Stadien bei ausgedehnten Tourneen. Diese waren mit Unmengen an Personal und Technik verbunden, transportiert durch unzählige Sattelschlepper. Perfektioniert wurde dieses Bild durch die Eagles und Led Zeppelin.

Als Antwort auf diese Bewegung des Rocks, jedoch auch als Gegenbewegung zur aufstrebenden Diskomusik und den friedlichen Hippiebewegungen, entstand im Verlauf dieses Jahrzehnts zusätzlich die rebellische Kultur des Punks. Vorläufer lassen sich bei AC/DC und Motörhead erkennen, eine Rückkehr zum einfachen, schnellen Rock ohne Verschnörkelungen. Wichtige Vertreter des eigentlichen Punks waren die Sex Pistols, The Clash oder die Ramones. Während viele der anderen Richtungen mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert wurden, schafften es diese, weiter zu provozieren und skandalisieren. Auch aus dieser Subgattung des Rocks entstand die Grundlage für das neue Genre New Wave. Typisch war die Fusion aus Reggae und Punk, aber auch Vertreter der „Black Music“ wie Michael Jackson: gingen Verbindungen mit Rockmusik ein.

Neben dem Rock entstanden durch Digitalisierung und einen immer stärker werdenden Perfektionismus neue Musikrichtungen, welche aus heutiger Sicht den Grundstein für elektronische Popmusik darstellen. Der Perfektionismus durchdrang hauptsächlich durch das große Engagement für die Produktion der Platten, oft besonders zu sehen bei Bands wie Pink Floyd, wobei die spätere Popmusik hauptsächlich auf den sogenannten Krautrock, eine Anspielung auf das im Zweiten Weltkrieg verpöhnte Sauerkraut, zurückzuführen ist. Krautrock ist eine eher nationale Gattung der Rockmusik, in welche primär westdeutsche Bands eingeordnet wurden. Oftmals ist die Bezeichnung des Krautrocks eher eine selbstironische Anspielung auf die Vorurteile über die Musikkultur Deutschlands, welche eher für popkulturell gehalten wurde.

Insgesamt waren die 1970er Jahre also eine Zeit von vielen neuen Subgattungen der Rockmusik, welche fundamental für unsere heutige Vielfalt an Rock waren. Es lassen sich hauptsächlich zwei Richtungen erkennen: Die experimentellen, oft improvisationsgeprägten Stile und die, die eher zu der früheren Einfachheit zurückkehrten.

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