Psychedelic Rock

Eine Spielart der Rockmusik, welche sich als einer der bedeutenden Bestandteile der westlichen Popkultur etablierte.

Die Blütezeit dieser Untergattung dauerte bis Ende der 1960er Jahre an, aber auch danach wurde das Element noch oft wieder aufgegriffen. Merkmal dieses Stils ist die Verwendung ungewöhnlicher und neuartiger Klänge sowie ein eher experimenteller Umgang mit Songstrukturen.

Seinen Ursprung hat der Psychedelic Rock in der Bay Area um San Francisco, wo bisweilen fast ausschließlich akustisch instrumentalisierte Folkmusik:  welche auch in den Kreisen anderer Großstädte wieder ein Revival erlebte, doch es gab auch viele kleine Rock-Gruppen in diesen Gegenden. Die Elektrifizierung der Folkmusik begünstigte die Entwicklung des Psychedelic Rock.

Nach dem ersten Konzert der US-amerikanischen Band The Charlatans am 29. Juni 1965 etablierte sich eine aufwendig gestaltete Lichtshow als weiteres Merkmal. Angeblich waren sie auch die erste Rockband, die unter dem Einfluss von LSD ein Konzert gaben. The Doors (1965) und The Kinks zählen auf Grund der ungewöhnlichen Einflüsse in die Musik ebenfalls in diese Gattung, genauso wie die Single “The Trip” von Kim Fowley oder “Lucy in the Sky with Diamonds”, beides eine Hommage an LSD. Der multimediale Stil, der diese Bewegung auch in die Kunst und die Literatur bringt, steigert deren Popularität. Im Jahr 1969 hatte diese ihren Hochpunkt, ebbte danach aber wieder ab.

Bon Jovi

Bon Jovi: ist eine Band aus New Jersey. Was als Glam-Metal-Band begann, entwickelte sich bis zu den 1990ern zum Mainstream-Rock.

Nachdem das von Jon Bon Jovi komponierte Lied “Runaway” bei einem Radio-Talentwettbewerb den ersten Platz gemacht hatte, gründete er mit David Bryan 1983, zusammen mit Richie Sambora, Alec John Such und Tico Torres die Band Bon Jovi. Die Originalaufnahme des ersten Songs wurde später auf dem Debütalbum veröffentlicht und wurde ein internationaler Hit. Von Derek Shulman bei einem Auftritt als Vorgruppe entdeckt, nahm Jon Bon Jovi einen Plattenvertrag von PolyGram an, unter dem bis heute nur er selber steht, die anderen Bandmitglieder sind Angestellte im Auftrag desselbigen.

Das Debütalbum der Band erschien am 21, Januar 1984, wenig später trat die Band als Vorgruppe für die Scorpions bei einer Tour durch Nordamerika auf. In Deutschland begleiteten sie die Band Kiss.

Nach einem eher mäßig erfolgreichen zweiten Album brachte das dritte Album mit Hits wie Livin’ on a Prayer den Durchbruch. In Anschluss an eine Welttournee erschien im September 1988 das vierte Album, benannt nach der Heimatstadt.

Bei den MTV Video Music Awards 1989 spielten Jon Bon Jovi und Sambora ihre Songs mit zwei akustischen Gitarren. Damit gelten sie als Begründer des MTV Unplugged Formats. 1991 wurden sie bei den Awards mit dem Vanguard Award ausgezeichnet, worauf es zu Streitigkeiten zwischen Jon Bon Jovi und dem Manager Doc McGhee kam, er wurde noch Ende des Jahres entlassen. McGhee habe die New Jersey-Tour immer weiter in die Länge gezogen und damit Erschöpfung verursacht. Nach der Tournee nahm sich die Band eine unbefristete Auszeit als Schaffungspause, in dieser Zeit wurden allerdings trotzdem Soloalben veröffentlicht.

Nach diesen Soloprojekten versöhnten sich Jon Bon Jovi und Sambora und komponierten das fünfte Album “Keep the Faith”, erschienen im Oktober 1992. Während in den USA mittlerweile Grunge die Rockwelt dominierte, war die Band in Europa erfolgreicher als je zuvor. Im Jahr 1994 verließ Such die Band, Hugh McDonalds hat seitdem seine Aufgaben als Bassist übernommen.

Im Juni 1995 erschien das sechste Album, ein Jahr später ging die Band auf eine Japan- & Europatournee und Jon Bon Jovi nahm sein zweites Soloalbum auf, ebenso wie Sambora, welcher zusätzlich noch Vater wurde.

Ein für 1999 geplantes neues Album wurde verschoben, erschien dann jedoch im Jahr 2000 unter dem Titel “Crush” statt dem eigentlich geplanten “Sex sells” Insgesamt war die Band nun vorwiegend in Europa und Asien erfolgreich. Weitere Alben und Touren folgten, die Band ist weiterhin noch aktiv.

The Rolling Stones

Die Rolling Stones:  zählen zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten Bands der Rockgeschichte.

Mick Jagger, welcher bereits mit seinen Freunden Dick Taylor und Bob Beckwith unter dem Namen “Little Boy Blue and the Blue Boys” probte, beschloss nach der Wiederaufnahme der Freundschaft mit Mick Jagger, diesen in die Band mit einzubeziehen. So probten sie in den elterlichen Wohnungen die Lieder ihrer amerikanischen Vorbilder, jedoch zuerst ohne öffentliche Auftritte.

Um angesagte Bluesformationen live zu sehen, waren die Jungs oft an Wochenenden in Londoner Clubs. Am 7. April 1962 kam es durch den Autritt einer personell offenen Formation, genannt “Blues Incorporated” dazu, dass Jagger und Richards vor dem Auftritt mit den Musikern jammten. Dabei zog Brian Jones durch seine besondere und in Europa eher unbekannte Art des Gitarrenspielens die Aufmerksamkeit auf sich. Dieser war im Gegensatz zu den Teenagern bereits mit drei unehelichen Kindern, welche ihm in seiner Heimatstadt einen Skandak eingebracht hatten, auf eigenen Beinen. Im März 1962 beschloss Jones, Blue Incorporated zu verlassen und schloss sich nach einiger Suche dem ihm bereits bekannten Pianisten Ian Stewart an und machte Jagger daraufhin das Angebot, der Band als Sänger beizutreten. Auf die Antwort, er wäre dabei, wenn Richards und Taylor auch dabei sein dürften, willigte Jones ein.

Der erste Auftritt wurde auf Grund des Ausfalls der Ex-Band von Brian Jones vermittelt, die Gruppe sollte einspringen. So traten sie am 12, Juli 1962 erstmals unter dem Namen The Rollin’ Stones auf. Vor etwa 100 Zuschauern spielten sie fünf Coversongs als Vorgruppe für den Bluessänger Long John Baldry. Zu der Besetzung des Schlagzeugers gibt es einige verschiedene Aussagen, letztendlich ist nicht sicher, wer bei welchen Auftritten das Schlagzeug gespielt hat. Bei dem ersten Auftritt wird Tony Chapman vermutet. Hinsichtlich des Namens, welcher sinngemäß “Die Landstreicher/Rumtreiber” bedeutet herrscht Uneinigkeit, zumindest was dessen Ursprung angeht.

Zur selben Zeit zogen Jones, Jagger und Richards mit ihrem gemeinsamen Freund James Phelge in eine heruntergekommene Wohnung im Stadtteil Chelsea, wobei sie wegen ihrer finanziell schlechten Stellung teilweise sogar Lebensmittel in Supermärkten stahlen.

Mit ersten Umbesetzungen der Band (Bill Wyman statt Taylor und Charlie Watts statt Chapman) kamen auch die ersten Erfolge. Zunächst als Hausband und innerhalb der Londoner Musikszene, dann bekamen sie unter dem Managment von Andrew Loog Oldham, welcher sie gekonnte als “böse” Version der Beatles inszenierte, einen Plattenvertrag bei Decca Records, und die Band stieg schnell in der Hitparade auf.

Ihre erste GB-Tournee mit landesweit 60 Auftritten veranstalteten sie vom 29.9.- 3.11.1963, nachdem sie die Anstellung als Hausband gekündigt hatten.

Von da an kamen immer mehr Erfolge auf sie zu. Gebremst wurde die Euphorie darüber 1969, als am 3. Juli Brian Jones aus bis heute ungeklärten Umständen ertrank. Nach einigen weiteren Erfolgen, jedoch auch Umbesetzungen und Aufsehen erregenden Ereignissen, kam es schließlich auch noch zu Differenzen zwischen Richards und Jagger, welcher sich seiner Solo-Karriere zuwenden wollte. Dieses Vorhaben ließ sich allerdings nicht durchsetzen.

Die Band besteht noch heute, wenn auch in anderer Besetzung als zu Beginn.

Rockmusik: We Will Rock You

Rockmusik war zu Beginn der Rock-Ära weitestgehend verpönt. Abgeleitet wurde der Rock aus dem Rock ‘n’ Roll, deren bekanntester Vertreter Elvis Presley war. Dieser wiederum entstand aus Country und Rhythm and Blues. Die Nachfolger der Rock-Musik waren der Hardrock und der Heavy Metal. So kreierten sozusagen Musiker jeder Generation ihren eigenen Musikstil. Die Unterschiede liegen dabei meist im Rhythmus, in der Schnelligkeit und in der Härte der Klänge. Zu den wichtigsten Wegbereitern der Rock-Musik gehören The Beatles und The Rolling Stones. Die Musik der Beatles galt als melodisch und die Musik der Stones als rau und aufsässig.

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Rockmusik — einfach skandalös

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Speziell mit der Rockmusik veränderten sich neben dem härteren Musikstil auch Kleidung und Haare. Die Haare wurden länger und die Kleidung war etwa eng anliegend, zerrissen oder aus Leder. Vor allem die Band Kiss setzte in Bezug auf Kleidung einen Modetrend. In den Anfangsjahren galt der Rock als skandalös. Aber mal ehrlich — deswegen lieben wir ihn doch.

Rock-Konzerte

Rockmusik kommt besonders live zur Geltung, denn hier lassen es Rockmusiker so richtig krachen. Sie gehen auf Tuchfühlung mit ihren Fans und die teilweise gigantische Bühnengestaltung ist ein großes Spektakel. Besonders auf Open-Air-Konzerten wie etwa Rock am Ring oder dem berühmten Wacken Open-Air geben Rock-Bands alles. Hierfür brauchen Besucher viel gute Laune und trittsicheres Schuhwerk, wie beispielsweise Rieker Schuhe, die einen guten Halt bieten.

Die vielen Arten des Rock

Aus der Rockmusik haben sich viele Unterkategorien mit mehr oder weniger Erfolg entwickelt. Bekannte Varianten sind der Alternative Rock wie etwa von den 4 Non Blondes. Vertreter des Glam Rock waren Garry Glitter, The Sweet, T-Rex und David Bowie. Rockbands aus dem Untergenre Psychedelic Rock waren Jethro Tull, Grateful Dead, Iron Butterly und Jefferson Airplane. Und den Punkrock vertraten Bands wie die Sex Pistol und The Clash, bei denen Musikalität großteils im Hintergrund stand.

Diese Rocksongs setzten Zeichen

Es gibt viele unvergessene Rocksongs und sie müssen nicht zwingend ganz große Hits sein, aber jeder kennt sie und einige von ihnen haben die Rockmusik in ihren ersten Jahren entscheidend beeinflusst.

Rolling Stones — (I Can’t Get No) Satisfaction

Das unverkennbare Eingangs-Riff des Rocksongs aus dem Jahre 1965 wurde von Keith Richards kreiert. Der Erfolg des Songs hing mit dem Text zusammen, der sich gegen das Establishment richtete und sexuelle Anspielungen enthielt. Einige Zeilen des Songs fielen im damaligen Amerika der Zensur zum Opfer.

The Who — My Generation

My Generation gehört zu den bekanntesten Liedern von The Who. Der Song spiegelt kurzgefasst die Rebellion der britischen Jugend wider. Durch den Stottergesang von Roger Daltrey wurde My Generation zeitweise nicht gespielt, um die Gefühle von stotternden Menschen nicht zu verletzen.

Jimi Hendrix — Purple Haze

Der Song ist eines der meist gecoverten Lieder von Jimi Hendrix. Nicht nur ausgezeichnete Blues- mit Psychedelikelemente, sondern auch Jimi Hendrix’ begnadete Technik an der Gitarre machten Purple Haze zum Hit. Der Song wurde in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Zudem steht in verschiedenen Listen der besten Gitarren-Darbietungen. Im Rolling Stone ist er auf Platz 17 zu finden.

1990er

Der eher unerwartete Schub der Rockmusik durch den Erfolg der Grunge-Band Nirvana, die nach den eher experimentellen letzten Jahrzehnten wieder zu simpleren Klängen zurückkehrte, prägte die gesamte Alternative-Szene nachhaltig. Durch die plötzliche Popularisierung erhielten auch einige andere Grunge-Bands wie Soundgarden, Pearl Jam oder The Smashing Pumpkins ebenfalls kommerzielle Erfolge. Der Tod Kurt Cobains milderte allerdings diese Popularität wieder enorm, und Grunge wurde trotz der vielen veröffetnlichen Platten und Touren Pearl Jams und der Melvins zu einem Underground-Genre.

Eine weitere Variante des Grunge war die feministische Riot Grrrl-Bewegung mit Bands wie Hole, Babes in Toyland und Bikini Kill, welche ähnliche Ziele wie Kurt Cobain verfolgte: Das Durchbrechen der patriarchialen Geschlechtermachtposen im Rockstartum.

Guns N’ Roses war zu dieser Zeit eine der wenigen Bands, die neben dem Grunge weiter Erfolge aufweisen konnten.

Gleichzeitig entstanden zu Beginn des Jahrzehnts die ersten Crossover: besondere Popularität erreichten dabei die Red Hot Chili Peppers, Incubus und Rage Against the Machine, während Skatepunk die Verbindung zwischen Lebensstil, Sport und Musik stärkte. Auch Neo-Punk- Bands, welche auch oft dem Pop-Punk zugeordnet werden, erzielten Erfolge; Beispiel sind Bad Religion. Stoner oder Desert Rock wie der von Black Sabbath etablierte sich ebenfalls.

Zum Ende des Jahrzehnts gewann der sogenannte Britpop stark an Popularität.

1950er & 1960er

Die 1950er wurden politisch durch den Koreakrieg und den kalten Krieg bestimmt, dementsprechend sank aufgrund von verschobenen Prioritäten das kulturelle Niveau in einigen Ländern, während in Amerika der typisch amerikanische Zeitgeist immer weiter in dem Vordergrund trat. Dort entwickelte sich neben den Richtungen Swing, Jazz und Blues auch sehr stark der Rock’n’Roll. Beide Musikrichtungen waren prägend für das soziale und kulturelle Bild der damaligen Zeit, denn sie brach unter anderem mit sexistischen und rassistischen Vorurteilen und Normen der älteren Generationen. Hiermit machte sich die Musik der 50er populär für Jugendrevolutionen, und auch in der DDR spielte dies später eine große Rolle: Den aus dem Rock’n’Roll entstandenen Musikrichtungen wurde Ablenkung von den “imperialistischen Machenschaften” und “Verwestlichung” nachgesagt, dementsprechend waren sie in der DDR verboten, was zu einem großen Schmuggel-Markt für Musik führte. Verbunden mit diesen Jugendrevolution wird auch die Entstehung des ‘Halbstarken’ der seit den 50ern immer öfter die Straßen besiedelte.

1951 wird als Geburtsjahr des Rock’n’Rolls bezeichnet, auch wenn es in diesem Jahr noch relativ ruhig zuging. Trotzdem verdrängte die Rockmusik bereits berühmte Sänger wie Eddy Howard, welcher in den 40ern und 50ern seinen Hochpunkt hatte. Das Geburtsjahr begann mit einem vergleichsweise kleinen Radiosender, welcher seinen Zuhörern variantenreich die neuen Richtungen von sogenannter schwarzer und weißer Musik vorführte. Vorläufer in der Richtung war unter anderem Johnnie Ray, ein Außenseiter mit einem tauben Ohr, jedoch unglaublichem musikalischen Erfolg mit den SIngles “Cry” und “The Little White Cloud That Cried”, welche sich millionenfach verkauften. Wer tatsächlich den Rock’n’Roll einleitete ist umstritten.

Als gesehen wurde, wie Jugendliche vermehrt zu der neuartigen Musik auf den Straßen tanzten, begannen mehr Radiosender, die Musikrichtung aufzunehmen. Alan Freed, Vorreiter dieser Entwicklung, prägte den Ausdruck für den Musikstil und organisierte gleichzeitig das später als desaströs bezeichnete “Moondog Coronation Ball”-Konzert. Durch einen Druckfehler bei den Eintrittskarten wurden mehr als 20.000 statt den geplanten 10.000 Karten gedruckt und wegen Überfüllung löste die Polizei das Konzert auf, nachdem Paul William gerade einmal einen Song zum Besten gegeben hatte.

Trotz der wenigen Minuten Dauer galt dies als das erste Rockkonzert der Geschichte, wobei sich die Legende von einer neuen “Mania” entwickelte, von Jugendlichen, die sich in euphorischen Trance-Zuständen bewegten und hysterisch tanzten. Auch wenn dies nicht stimmte, war es doch ein bedeutender Faktor in der Entwicklung des Musikstils.

In den 1960ern wurde der Rock’n’Roll in England stilistisch verändert, zwei der wichtigsten Vorläufer sind dabei die Beatbands The Beatles und The Rolling Stones, welche große Einflüsse aus dem Blues nahmen. Hier kann man von den ersten Genre-Aufsplitterungen des Musikstils sprechen, die später charakteristisch für die Rockszene wurden. Zusammen mit den Kinks lösten die Rolling Stones die sogenannte Britische Invasion aus. Zusätzlich gewann auch die Londoner Bluesszene mit den Yardbirds, bei denen erst Eric Clapton, dann Jeff Beck und schließlich Jimmy Page die Leadgitarre spielten, an Bedeutung. Zusätzlich versuchte sich die Rocksszene in diesem Zeitraum an technisch anspruchsvolleren Themen.

1970er

Glamrock, eine Weiterentwicklung der sexuellen Befreiung der späten 60er, ist eine Mischung aus Hardrock und Popmusik. Charakteristisch ist eine futoristische, androgyne Ästhetik.

Parallel war der Hard Rock, ein Vorläufer des späteren Metals, in einer Hochphase. In den frühen 70er Jahren entwickelte sich eine neue Richtung aus einem eher künstlerischen Ansatz, Psychedelic Rock. Aus Elementen klassischer sowie neuer Musik, Jazz und Folk manifestierten sich der Artrock und der Progressive Rock.

Bis Mitte der 70er entwickelte sich das kommerzialisierte Genre „Stadionrock“. Benannt wurde dieses nach den stets gefüllten Stadien bei ausgedehnten Tourneen. Diese waren mit Unmengen an Personal und Technik verbunden, transportiert durch unzählige Sattelschlepper. Perfektioniert wurde dieses Bild durch die Eagles und Led Zeppelin.

Als Antwort auf diese Bewegung des Rocks, jedoch auch als Gegenbewegung zur aufstrebenden Diskomusik und den friedlichen Hippiebewegungen, entstand im Verlauf dieses Jahrzehnts zusätzlich die rebellische Kultur des Punks. Vorläufer lassen sich bei AC/DC und Motörhead erkennen, eine Rückkehr zum einfachen, schnellen Rock ohne Verschnörkelungen. Wichtige Vertreter des eigentlichen Punks waren die Sex Pistols, The Clash oder die Ramones. Während viele der anderen Richtungen mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert wurden, schafften es diese, weiter zu provozieren und skandalisieren. Auch aus dieser Subgattung des Rocks entstand die Grundlage für das neue Genre New Wave. Typisch war die Fusion aus Reggae und Punk, aber auch Vertreter der „Black Music“ wie Michael Jackson: gingen Verbindungen mit Rockmusik ein.

Neben dem Rock entstanden durch Digitalisierung und einen immer stärker werdenden Perfektionismus neue Musikrichtungen, welche aus heutiger Sicht den Grundstein für elektronische Popmusik darstellen. Der Perfektionismus durchdrang hauptsächlich durch das große Engagement für die Produktion der Platten, oft besonders zu sehen bei Bands wie Pink Floyd, wobei die spätere Popmusik hauptsächlich auf den sogenannten Krautrock, eine Anspielung auf das im Zweiten Weltkrieg verpöhnte Sauerkraut, zurückzuführen ist. Krautrock ist eine eher nationale Gattung der Rockmusik, in welche primär westdeutsche Bands eingeordnet wurden. Oftmals ist die Bezeichnung des Krautrocks eher eine selbstironische Anspielung auf die Vorurteile über die Musikkultur Deutschlands, welche eher für popkulturell gehalten wurde.

Insgesamt waren die 1970er Jahre also eine Zeit von vielen neuen Subgattungen der Rockmusik, welche fundamental für unsere heutige Vielfalt an Rock waren. Es lassen sich hauptsächlich zwei Richtungen erkennen: Die experimentellen, oft improvisationsgeprägten Stile und die, die eher zu der früheren Einfachheit zurückkehrten.

Elvis Presley

Elvis: Aaron Presley, geboren am 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi und gestorben am 16. August 1977 in Memphis, Tennessee, war ein US-amerikanischer Sänger, Musiker und Schauspieler, zählt als einer wichtigsten Vetreter der Rock- & Popkultur des 20. Jahrhunderts und wird wegen seiner zahlreichen Erfolge auch oft als King of Rock ‘n’ Roll bezeichnet. Des Weiteren zählt er auf Grund von über einer Milliarden verkauften Tonträgern als der erfolgreichste Solo-Künstler weltweit.

1953 wurde er entdeckt und startete so 1954 seine Karriere als einer der ersten Rockabilly-Musiker, einer Fusion von “weißer” Country-Musik und “schwarzem” Rhythm and Blues. Durch kontroverse Diskussionen über die Bewegung hatte Elvis seine Durchbruch 1956, denn in diesem Jahr wurde er zur Identifikationsfigur der Bewegung, unter anderem wegen seines sehr körperbetonten Auftretens auf Bühnen. Zahlreiche Musikpreise, wie zum Beispiel die bis 1978 14 Nominierungen für den Grammy bestätigten sein Können mit einer markanten, annähernd drei Oktaven umfassenden Stimme und einer emotionalen Singweise. Diese machte ihn neben den Genres Rock, Pop und Country auch in Gospel und Blues sehr erfolgreich. Presley ist außerdem neben Michael Jackson als einziger Künstler in 5 Hall of Fames vertreten, hatte mit 167 Einheiten die meisten Gold- & Platin-Auszeichnungen sowie einen Diamond-Award und war mit einer Vielzahl seiner Alben auf dem ersten Platz der amerikanischen Billboard-Charts.

Als Elvis 1977 im Alter von 42 Jahren überraschend starb, hinterließ er nur wenige persönliche Aufzeichnungen und auch in Interviews und Ähnlichem wies er persönliche und politische Fragen stets ab. Die daraus entstandenden Spekulationen und Falschinformationen sind maßgeblich für die anhaltende Aktualität der Geschichte der Popkultur.

Sex Pistols

Eine der bekanntesten englischen Punk-Bands der 70er Jahre, obwohl sie dieses Etikett selbst ablehnte. Neben der Musik trugen besonders provokante Texte und ein schockierendes Auftreten dazu bei, dass diese Band zur Ikone wurde.

Die Mitglieder sind Johnny Rotten als Sänger, Steve Jones an der Gitarre und Glen Matlock am Bass, in den Jahren 1977 und 1978 ersetzt durch Sid Vicious.

Die Ursprünge der Band lassen sich auf den im Jahr 1973 entstandenen Plan zurückführen, mit gestohlenem Equipment eine Band zu gründen. Der Gitarrist Nightingale, der die Band mitbegründete und den ersten Song schrieb, wurde im Juni 1975 aus der Band geworfen und durch Jones ersetzt, John Lydon wurde neuer Sänger. Am 5. November 1975 trat die Band nach intensiven Proben das erste Mal unter dem Namen ” Sex Pistols ” auf, Songs wurden arbeitsteilig geschrieben. Seit dem 10. März war die Band bei A&M unter Vertrag, wo zuerst die zweite Single veröffentlicht werden sollte. Diese wurde allerdings noch davor wieder eingestampft und der Vertrag aufgelöst. Darauf folgte eine Zeit aufgeheizter Stimmungen, so dass sie auf eine kurze Skandinavien-Tour gingen und darauffolgend unter dem Pseudonym SPOTS (Sex Pistols On Tour Secretly) in England, um Auftrittsverboten zu entgehen. Am Ende der USA-Tournee 1978 trennte sich die Band endgültig, doch seit 1996 kam es zu mehreren Reunions.

Rock’n’Roll

Der Begriff Rock’n’Roll heißt wörtlich übersetzt “Wiegen und Wälzen” und spielt damit als Slangausdruck und Euphemismus auf den Geschlechtsverkehr an. Erstmals kam der Begriff in den 1930ern auf, hatte aber vor Alan Freed in den frühen 1950ern wenig Bedeutung. Es ist eine Musik des gesellschaftlichen Protests, bezeichnet somit also auch das Lebensgefühl einer Jugend-Protestkultur. Viele weiße Jugendliche hatten in Zeiten der Rassentrennung das erste Mal die Chance zum Hören afroamerikanischer Unterhaltungsmusik. Als Ventil gesellschaftlicher Zwänge ließ sich beobachten, wie die Musik von Jahr zu Jahr immer wilder, lauter und aggressiver wurde, und anti-stereotypische Verhaltensweisen führten umgehend zu einer offenen Kontroverse über die Rock’n’Roll-Kultur der USA, zusammen mit dem zunehmend in Mode kommenden Drogenkonsum und weiteren Skandalen wie die heimliche Ehe Jerry Lee Lewis mit seiner damals 13-jährigen Cousine im Jahr 1958. All diese Skandale führten dazu, dass der Musikstil zunächst aus den Medien verschwand und schließlich Ende der 50er allgemein geächtet wurde. Dies führte gleichzeitig in den 60ern zu einem zurückgezogenen oder extrem angepassten Verhalten im Musikgeschäft.

Typischerweise wird die der Musikstil mit Gesang, Gitarre, Bassgitarre oder Kontrabass, Schlagzeug und gegebenenfalls mit Klavier und/oder Saxophon erzeugt, meistens in 4/4-Takten. Meistens hat der Rock’n’Roll sehr treibende Schlagzeugbeats, so dass sich parallel zu der Musik auch ein gleichnamiger Tanzstil aus den Ursprüngen des Swing-Tanzes Lindy Hop:  herausgebildet hat. Dieser besteht aus schnellen Tanzschritten, versehen mit einigen akrobatischen Einlagen, bei denen die Frau vom Mann gehoben oder sogar in die Luft geworfen wird.

Bekannte Stars des Rock’n’Rolls sind:

  • Bill Haley
  • Roy Orbison
  • Carl Perkins
  • Eddie Cochran
  • Bo Diddley
  • Little Richard
  • Chuck Berry
  • Fats Domino
  • Buddy Holly

Später kamen immer weitere neue Bands hinzu, so zum Beispiel die Stray Cats, Matchbox, Showaddywaddy, Meteors oder Shakin’Stevens.